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Geothermie

Ausgangslage & Stadtentwicklungsziele:
In Basel Nord sollen erneuerbare Energien und ökologische Innovationen gefördert werden: In der Nutzung der Erdwärme steckt für die zukünftige Energieversorgung ein grosses Potential, ohne dabei die Umwelt und das Klima zu belasten. Aus einer Tiefe von 5000 Meter, wo das Gestein rund 200 Grad heiss ist, sollte in Kleinhüningen Strom und Fernwärme für etwa 10'000 Haushalte gewonnen werden. Mit einer Wasserzirkulation durch das kristalline Gestein sollen Dampf für den Betrieb einer Dampfturbine und heisses Wasser für die Fernwärme erzeugt werden. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt wurden auf CHF 86 Mio. veranschlagt.

Projektübersicht:
Die Entwicklung des Projektes sollte in zwei Teilschritten erfolgen: einer Explorationsphase, in welcher das geothermische Reservoir im Untergrund schrittweise erschlossen wird, und einer Ausbauphase, in welcher eine zusätzliche Bohrung und die oberirdischen Heizkraftwerksanlagen gebaut werden. Nach der ersten Bohrung auf eine Tiefe von 5000m war die Reservoirbildung vorgesehen. Dabei wird Wasser unter hohem Druck in das Bohrloch gepumpt (200 bis 300 bar). Dadurch werden die bestehenden Risse im Gestein erweitert, so dass anschliessend Wasser in nutzbaren Mengen zirkulieren kann. Die natürlichen Spannungen im Gestein ermöglichten diese Reservoirbildung, hatten aber auch zur Folge, dass es zu spürbaren Erschütterungen an der Oberfläche kam.
Eine Risikonanalyse, begleitet von einem Fachausschuss mit Vertretungen der Universität Basel, dem Bund, dem Schweizerischen Erdbebendienst sowie Spezialisten aus Deutschland und Frankreich, konnte Ende November 2009 abgeschlossen werden. Die Risikoanalyse kommt zum Schluss, dass der Standort Basel unter dem Aspekt des seismischen Risikos ungünstig ist, um ein geothermisches Reservoir im kristallinen Grundgebirge zu schaffen und zu nutzen. Beim weiteren Ausbau und dem Betrieb der Geothermieanlage würden bei den gegebenen Standortbedingungen mit hoher Wahrscheinlichkeit Beben auftreten, die in ihrer Stärke die bisher stattgefundenen Aktivitäten erreichen oder gar übersteigen können.
Die Erkenntnisse der Risikoanalyse sind klar und unmissverständlich: Eine Weiterführung des Projektes mit der vorgesehenen Technologie ist am Standort Basel nicht möglich. Regierungsrat und Verwaltung des Kantons Basel-Stadt haben jetzt vor, die Resultate der Risikoanalyse weiter auszuwerten und die Studie möglichst umfassend der Öffentlichkeit und insbesondere der Wissenschaft zugänglich zu machen.

Lage:
» <a href='karte-laufende-stadtentwicklung?hurl=putpagetemplatesbn-2'>Ansicht auf dem Projektplan</a>

Weitere Informationen:
Auf dem Internet (Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt) können die bisherigen Berichte und Medieninformationen eingesehen werden. Die Informationen finden sich unter:
» www.wsu.bs.ch/geothermie

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10.12.2009
Risikoanalyse Geothermie